Der Belecker Rundgang

Dürfen wir Sie zu einem virtuellen Spaziergang durch unser schönes Belecke einladen? Wir haben zwei Touren zur Auswahl: Den schnellen Blick auf die Historische Altstadt mit ihren Schätzen (Nr. 1 - 9) und die etwas weitere Variante mit Stationen in den Randbezirken der Stadt (1- 16). 

Die Nummerierung der Sehenswürdigkeiten entspricht den Nummern im Wanderplan

Bronzeplastik - Belecker Stadtgeschichte (1)

Zur 1050-Jahr-Feier der Stadt (1988) von Frijo Müller-Belecke, geschaffen und am Sturmtag 1989 aufgestellt. 

Sechs stilisierte Eichen zeigen im Geäst folgende Abschnitte der Stadtgeschichte: Erste urkundliche Zeugnisse: Stadtgründung 1296 - Soester Fehde 1448 - Stadtbrand 1805 - Belecke als Verkehrsknotenpunkt  Landwirtschaft und Handwerk - Belecke als Standort bedeutender Industrien.

Ehrenmal für die Opfer der Kriege (2)

Das Denkmal wurde 1900 auf Initiative des Kriegervereins unter Mithilfe der Stadt Belecke für die Gefallenen der Kriege 1866 und 1870/71 errichtet. Im Jahre 1919 wurden die Namen der Gefallenen des 1. Weltkrieges hinzugefügt. Die Frontseite zeigt die Büste des Kaisers Wilhelm I. Auf der Rückseite kündet eine Inschrift: "Die dankbare Stadt Belecke ihren Kriegern'. Im Jahr 2002 erfolgte eine Erweiterung um Granit-Stelen mit den Namen der Opfer des 2. Weltkrieges.

 

 

Stütings Mühle (3)

Bereits im Jahre 1307 verlieh der Erzbischof von Köln dem Belecker Propst das Mahlrecht. 1813 erwarb die Familie Stüting die Mühle und führte sie bis 1963 als Korn- und Sägemühle. 

Ein Arbeitskreis des Heimatvereins restaurierte 1984 das Mühlrad und 1987 das Horizontalgatter. Es ist das einzige mit Wasserkraft angetriebene Horizontalgatter (Sägewerk) im Sauerland. 

1994 wurde die Turbine mit Generator nach Erneuerung durch den Arbeitskreis wieder in Betrieb genommen. Dieses Kraftwerk erzeugt an elektrischer Energie pro Jahr ca. 130.000 kWh. In der ehemaligen Fruchtscheune ist seit 1994 die Stadtbücherei eingerichtet.

 

Reste der alten Stadtmauer (4)

Der alte Kern Beleckes, auf dem Berge gelegen, war von einer wehrhaften Mauer umgeben. Vier Tore kontrollierten den Zugang zur Stadt. Nach dem Brand von 1805 benutzte man Steine der Stadtmauer für den Bau der Keller. 1988 - zum 1050-jährigem Stadtjubiläum - wurde dieses Stück der Stadtmauer restauriert. 

 

 

 

Ältester Teil der Altstadt (5)

Der Straßenzug "Altstadt" umfasst das Gebiet der 20 Häuser nördlich der Kirche, die 1805 vom Stadtbrand verschont blieben, daher auch die schmalen, krummen Straßen.

Älteste Häuser sind: Hagemann/Frönnes (Bild), Hs-Nr. 6, ca. 1670 und Gödde/Meiers, Hs-Nr. 5, ca. 1700. 

Der Keller mit Schießscharten soll ein Teil der alten Stadtbefestigung zum Schutz eines oberhalb gelegenen Stadttores gewesen sein.

 

 

Stadtmuseum "Schatzkammer Propstei" (6)

1072 erhielt das Kloster Grafschaft den Zehnten zu Belecke und erwarb Grundbesitz. Zur Verwaltung errichtete es eine Propstei, die mit 5 bis 6 Mönchen und einem Propst besetzt war. Die alte Propstei brannte 1808 ab.

Das heutige Pfarrhaus wurde 1929 errichtet. In der ehemaligen Scheune (1858) ist jetzt ein Kindergarten. 

Die Pfarrdeele mit Nebenräumen (1810) beherbergt seit 1992 das Stadtmuseum "Schatzkammer Propstei". Neben Stadt-, Kirchen- und sauerländischer Klostergeschichte ist eine Fülle von liturgischem Gerät (Kelche, Monstranzen) und wertvollen Messgewändern ausgestellt. 

Propsteikirche St. Pankratius (7)

Von der dreitürmigen gotischen Kirche aus dem 13./14. Jahrhundert blieb nur der Westturm ehemaliger Wehrturm, erhalten. Die barocke Haube bekam er nach einem Blitzeinschlag 1682. 

Das barocke Kirchenschiff wurde 1749/50 erbaut. Kostbare Stücke sind: Hauptaltar und zwei Seitenaltäre, eine Intarsien-Kommunionbank aus Grafschaft, eine gotische Madonna (14. Jahrhundert) aus dem Kloster Odacker, ein römisches Kruzifix (14. Jahrhundert) aus der Kreuzkapelle.

 

Altes Rathaus (8)

Der schlichte Barockbau passt sich dem Straßenbild der Altstadt an. Erbaut wurde es nach dem verheerenden Brand von 1805, bei dem das vorherige Rathaus mit wertvollen Urkunden und in der Soester Fehde erbeuteten Soester Fahne ein Raub der Flammen wurde. Es beherbergt heute eine Heimatstube sowie einen Übungsraum für die Musikvereinigung.

 

 

 

Die Böttcherstraße -  Straße der Fassbauer (9)

Nach  1805 wurde der abgebrannte Teil Beleckes nach Anweisung der damaligen hessischen Regierung mit breiten Straßen angelegt, die sich rechtwinklig kreuzen. 

Die schmucken Fachwerkhäuser sind einheitlich mit der Querdeele zum Hof und mit der Giebelseite zur Straße hin gebaut worden. 

 

 

 

Ev. Christuskirche (10)

Nach dem 2. Weltkrieg wuchs die Zahl der evangelischen Christen ständig. Anfangs wurde Belecke durch den Warsteiner Pfarrer mitbetreut. Im November 1953 konnte die Christuskirche eingeweiht werden. 1959/60 folgten das Jugendheim und das Pfarrhaus. Zum evangelischen Pfarrbezirk Belecke gehören auch Mülheim, Sichtigvor, Allagen, Waldhausen, Taubeneiche, Haarhöfe, Westendorf, Drewer, Uelde, Effeln.

 

 

Heilig Kreuz-Kirche  (11

Nach Plänen des Architekten Stiegemann in Kreuzform errichtete Pfarrkirche. Einweihung im Oktober 1961. 

Kirchlicher Mittelpunkt der neuen Siedlungsgebiete Beleckes. Passion und Auferstehung waren die Leitlinien für die künstlerische Innenausstattung durch Johannes Hohmann, Menden. 

Beachtenswert sind: Chormosaik, Tabernakel, Altarkreuz, Kreuzweg und Fenster. 

 

 

Industriewerke (12)

Die Industrieansiedlung im Möhnetal begann 1911 mit den Siepmann-Werken (Gesenkschmiede) nach Fertigstellung der Eisenbahnlinien Lippstadt-Warstein 1883 und Soest-Brilon 1899. Im Jahre 1946 erfolgte die Gründung der Tochtergesellschaft PERSTA-Stahlarmaturen.

1945 nahm die AEG, aus Berlin kommend, in Belecke die Produktion auf. 1990 wurde in Zusammenarbeit von AEG und Siemens die Firma eupec gegründet. 

Zwei neue Gewerbegebiete "Wiebusch" und "lndustriepark Nord" bieten weitere Flächen zur wirtschaftlichen Entwicklung.

 

Haus Welschenbeck (13)

1222 schenkte Erzbischof Engelbert das Haus Welschenbeck mit dem Sennhof und einer Mühle der Gräfin von Kessell. 

Schon bald wurde der "Rittersitz Welschenbeck" freies Gut (1445 in der Soester Fehde zerstört). Seit 1654 befindet es sich im Besitz der Familie Nagel-Doornick. 

Mit seinem Teich und dem Park bietet das Haus Welschenbeck zu allen Jahreszeiten reizvolle Ansichten. 

 

Kaiser-Heinrich Bad (14)

Das Gebäude ist 1934 auf Initiative des Organisten Kaspar Bracht, der zuvor die Heilquelle mit Hilfe arbeitsloser Musiker seines Kolpingorchesters erschloss, erbaut worden. 

Schon im Mittelalter wurde das Heilwasser der Kaiser-Heinrich-Quelle genutzt. Sie versiegte um 1850 infolge von Straßenbauarbeiten.

 

 

 

Kreuzkapelle (15)

Die Kreuzkapelle, benannt nach einem alten Wallfahrtskreuz (heute in der Propsteikirche), wurde 1724 erbaut.

Etwa um 1300 standen hier ein Siechenhaus und die älteste Kapelle Beleckes. Sie diente den Menschen, die an seuchenartigen Krankheiten wie Pest und Cholera litten, als Gotteshaus. 

Die Kapelle wurde im Siebenjährigen Kriege gelegentlich als Pulverkammer benutzt.

 

Külbensteine und Külbenkapelle (16)

Im Jahr 1866 ließ Propst Carl Böckler auf der Külbe eine Kapelle zu Ehren der Schmerzhaften Muttergottes" errichten. Zu Pfingsten versammeln sich die Gläubigen hier zu einem festlichen Gottesdienst. Ostersonntag wird das Osterfeuer abgebrannt.

Die Külbensteine aus hartem Enkeberger Kalk, ein für Belecke markantes Naturdenkmal, waren früher größer. Sie wurden im vorigen Jahrhundert zum Teil für Straßenbauzwecke abgebrochen.

 

 

Führungen durch die historische Altstadt organisiert der Förderverein Badulikum, Tel.: 02902/71132, Drewerweg 7, 59581 Warstein-Belecke, Joseph Friederizi. email: joseph-friederizi@online.de

 

Der virtuelle Belecker Rundgang ist ein Service von belecke.de in Kooperation mit schmallenberg.txt und belecker-chronik.de


Hier geht es zur Belecker Homepage"